Kraków, Polska i nasz kurs

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Am Samstag ist es nun soweit: Es geht los zur lang geplanten Kursfahrt nach Krakau, der schon alle gebahnt hin fiebern.

Der aufmerksame Leser wird sich jetzt zu Recht fragen dürfen, wieso ausgerechnet ein Sozialwissenschafts Leistungskurs auf die Idee kommen konnte für eine ganze Woche nach Krakau zu fliegen, aber mich hat auch niemand gefragt. Nun soll es also nach Polen gehen – Krakau, 25 SchülerInnen und 2 Lehrer. Oder wie ich es nennen würde: Ein Abenteuer ins Ungewisse. Denn bis auf ein Lehrer ist niemand wirklich der polnischen Sprache mächtig. Zugegeben, auch meine Wenigkeit beherrscht Polnisch-Kenntnisse. Ich betone, Kenntnisse, mehr auch nicht. Die Sprache, die ich nämlich sprechen kann ist Schlesisch(ein Dialekt des Polnischen aus dem Gebiet Schlesien). Schon mal einem Oberbayern versucht Hochdeutsch beizubringen? Genauso geht es mit mir und dem Polnischen – nur das ich der Depperle bin, der noch nicht einmal Schlesisch wirklich „beherrscht“. Sagen jedenfalls meine Eltern. Und die müssen es wissen, sind ja schließlich aus Schlesien. Und dennoch komme ich gerade durch die Erziehung meiner Eltern und den regelmäßigen Besuchen in Polen in den Genuss, immerhin doch das aller Notwendigste im Polnischen zu verstehen. Und das ist bei weitem mehr, als man dem durchschnittlichen deutschen Schüler zumuten darf.

Damit lastet natürlich auch ein gewisser Druck auf mir, da ich aus dem Kurs quasi der Erfahrenste in dem Gebiet bin. Für die meisten anderen aus meinem Kurs ist es schließlich die erste Reise gen Osten und Polen haben sie bisher höchstens mit dem Finger auf dem Globus besucht.
Und genau hier wird es spannend. Da im Kurs nämlich durchaus Frage- und Informationsbedarf besteht, möchte ich hier auf diesem Blog versuchen in den nächsten Tagen immerhin etwas Land, Stadt und Leute, die polnische Kultur und auch die Sprache näher zu bringen.

Für den Anfang wären da vielleicht zuerst die Informationen über das Land(Polen) und die Stadt(Krakau) aufschlussreich:

Polen (poln. Polska ([ˈpɔlska], amtlich Rzeczpospolita Polska, [ʒɛt͡ʃpɔsˈpɔlita ˈpɔlska], dt. Republik Polen) ist ein Staat in Mitteleuropa. Die Hauptstadt und zugleich größte Stadt ist Warschau. Es ist auf die Fläche bezogen das siebtgrößte Land Europas und steht auf Platz 62 der größten Länder weltweit. Der Staat ist größtenteils ein Flachland, nur im Süden finden sich Gebirge. Die Katholiken bilden die mit Abstand größte Konfession des Landes.
Seit dem 1. Mai 2004 ist das Land Mitgliedstaat der Europäischen Union.

Krakau (polnisch Kraków[‚krakuf]) ist die Hauptstadt der Woiwodschaft Kleinpolen und liegt an der oberen Weichsel im südlichen Polen, rund 250 km südlich der Landeshauptstadt Warschau. Krakau ist Sitz der zweitältesten Universität Mitteleuropas und entwickelte sich zu einem Industrie-, Wissenschafts- und Kulturzentrum. Eine Vielzahl an Bauwerken der Gotik, der Renaissance, des Barocks und späterer Epochen prägt das Bild der alten Stadt, die bis 1596 Hauptstadt von Polen war. Noch heute wird die zweitgrößte Stadt des Landes als heimliche Hauptstadt Polens bezeichnet.

Diese Informationen sind jeweils von Wikipedia. Für die Dauer etwas wenig, aber für den Einstieg doch schon ausreichend. Da außerdem die Weiten des Internets scheinbar unbegrenzt sind, überlasse ich die weiter fassende Recherche dem interessierten Leser als Übung.

Uns interessiert erst einmal nur die Tatsache, dass Polen seit dem 1.5.2004 zur Europäische Union gehört. Durch die dadurch vorausgesetzten Verträge und Abkommen sollte die Abfertigung am Flughafen ziemlich reibungslos ablaufen. Jedenfalls sollten uns nicht so umfangreiche Kontrollen anstehen wie bei einer Reise aus der Union raus oder gar wieder in die Union rein. Allein schon die Tatsache, dass man sich nur mit seinem Personalausweisen auszuweisen braucht, erleichtert die Abfertigung am Flughafen.
Dass ein Staat zur EU gehört, bedeutet aber noch lange nicht zwangsläufig, dass es auch den Euro hat. Polen hat nämlich immer noch den Złoty. Die kleine aber durchaus stabile Währung wird von Touristen gerne mit der Faustregel 4:1 zum Euro umgerechnet. Deswegen sollte beim Shopping oder ähnlichen Aktivitäten eine gute Vergleichbarkeit mit den deutschen Preisen möglich sein. Wenn man sich dann die aktuellen Wechselkurse anschaut, merkt man schnell, dass diese Faustregel zur Zeit der Realität doch schon ziemlich nahe kommt.

ausgewählte Wechselkurse:
(25. März 2011) 1 EUR = 4,0095 PLN
(1. April 2001) 1 EUR = 4,0398 PLN
Den neusten Wechselkurs gibt es immer hier auf der Seite der EZB.

Eine weitere Möglichkeit nicht nur die Währungen untereinander zu vergleichen, sondern auch mal die Kaufkraftparität der Deutschen und der Polen zu vergleichen, ist der sogenannte Big-Mac-Index. Der Big-Mac-Index vergleicht die Preise des Big Mac in verschiedenen Ländern der Erde. Durch die Umrechnung der inländischen Währungen zum aktuellen US-Dollar-Kurs werden diese untereinander mit einer stark vereinfachenden Methode verglichen. Die Big-Mac Preise eignen sich deswegen so gut zum internationalen Vergleich, weil seit Jahrzehnten der Hamburger aufgrund strenger Auflagen durch Franchiseverträge international fast überall standardmäßig aus den gleichen Zutaten: Sesambrötchen, Rinderhackfleisch, Schmelzkäse, Salat, Gewürzgurken, Zwiebeln und Sauce besteht. So kostete ein Big-Mac 2010(während der letzten Erhebung) in den USA 3,73$ und zum Vergleich in den Euro-Ländern 3,38€, also 4,33US$. In Polen hingegen kostete der Burger nur 8,3 Złoty, was gerade mal 2,60US$ ausmachte. Alleine daran lässt sich also erschließen, dass die Lebenshaltungskosten in Polen niedriger liegen als zum Beispiel in Deutschland.
Zwar ist der Big-Mac-Index nur ein sehr grober Indikator, um Kaufkraftparitäten abzuschätzen, aber bis jetzt habe ich persönlich, da ich fast jedes Jahr nach Polen fahre, die Erfahrung gemacht, dass die Preise wirklich niedriger sind als hier in Deutschland. Andererseits ist Krakau auch eine Großstadt. Die Preise sollten sich also in einem moderaten Rahmen bewegen.

Für weitere Informationen empfiehlt sich auch ein kleiner Blick auf die Seiten des Auswärtigen Amtes. Dort findet man auch alle aktuellen Informationen zu wichtigen Dingen während eines Urlaubs in dem Land.

In den nächsten Tagen werde ich nun also Versuchen euch etwas das Land, Stadt und Leute, die polnische Kultur und auch die Sprache näher zu bringen.
Falls über die von mir besprochenen Themen noch durchaus Frage- und Informationsbedarf besteht, möchte ich darum bitten zeitig Themenvorschläge zur Kursfahrt in die Kommentare zu schreiben. Ich werde dann auch versuchen alle Anfragen bis zur Kursfahrt zu bearbeiten.


Hier die komplette Liste aller Beiträge:
https://wasbleibt.wordpress.com/2011/04/03/sobota-przyjazd/
https://wasbleibt.wordpress.com/2011/04/03/niedziela-oswiecim/
https://wasbleibt.wordpress.com/2011/04/04/poniedzialek-wycieczka-rowerowa/
https://wasbleibt.wordpress.com/2011/04/06/wtorek-wycieczki/
https://wasbleibt.wordpress.com/2011/04/06/sroda-wieliczka/
https://wasbleibt.wordpress.com/2011/04/08/czwartek-kazimierz/

Aus gegebenen Anlass

1 Kommentar

Ja, die Facharbeit nimmt so langsam Konturen an. Doch natürlich bekomme ich auch noch mit, was so außerhalb meines Arbeitszimmers vor sich geht. So ist mir bewusst nicht entgangen, welche Kabinettsumbildung sich dieser Tage bei der Bundesregierung vollzogen hat. Zwar erwarten etliche, dass ich nun meinen Senf dazu abgebe, aber aus aktuellem Anlass (Stichwort: Facharbeit, Schulchemie) verzichte ich mal auf meinen öffentlichen Kommentar und greife lieber auf das Haekelschwein zurück, das den Sachverhalt der „Guttenberg-Mania“, die zZ durch etliche Internettrolle über alle Medien huscht, eh besser darstellt, als das ich es unter meinen jetzigen Umständen tun könnte.

Es bringt nichts, sich über unpolitische Menschen mit einfacherer Bildung lustig zu machen.

Was sollen die daraufhin tun, plötzlich klug werden? Wie soll das gehen?

Stattdessen muss man sie da abholen und annehmen, wo sie sich emotional und intellektuell befinden. Das ist nicht die abstrakte Welt dröger Politik mit ihren ellenlangen Diskussionen und meterhohen Papierstapeln, sondern es ist die Welt des Events, der Tat, der bewegenden Bilder.

Wer nur Boulevardmedien konsumiert, aber kaum seriöse Zeitungen oder Bücher liest, für den ist alles unterhalb von Superstars, Sensationen und Riesenwirbeln jenseits der Wahrnehmungsschwelle, für den gibt es nur total toll oder total scheiße.

Guttenberg war seit langem der erste Politiker, der es über die Wahrnehmungsschwelle dieser Bevölkerungsgruppe geschafft hat, alle übrigen verschwimmen in ihren Augen in derselben grauen Masse.

Dass er Politiker war, erschien aber nur als Anlass, über ihn zu berichten, nicht jedoch als Inhalt der Boulevardberichte. Deren Konsumenten interessieren sich auch nicht für Politik, sondern für schillernde Prominente.

Guttenbergs Beliebtheit bei dieser Schicht leidet deshalb auch nicht unter seinen Fehlern als Politiker, weil seine Fans gar nicht genau sagen könnten, worin dessen Politik eigentlich besteht, sondern sie sind sich lediglich sicher, dass ein Mensch, der ihnen derart sympathisch ist, auch auf diesem obskuren Feld namens Politik etwas Großes leistet.

Alle Gegenargumente, die Guttenbergs politische Versäumnisse aufzählen, verfangen deshalb nicht. Genauso wenig wie man einer verliebten Teenagerin den nichtsnutzigen Freund ausreden könnte, denn sie liebt ihn ja nicht wegen seines beruflichen Erfolgs. Im Gegenteil verstärkt man in beiden Fällen nur die Anziehung, weil man Trotz erzeugt und ein Bedürfnis, das Objekt seiner Liebe zu verteidigen.

Ein Großteil der Guttenberger scheint mir aus den Gruppen der Nichtwähler und der politisch Uninteressierten zu kommen und sich jetzt erstmals in eine politische Diskussion einzuschalten. Das erklärt auch, warum in vielen Foren so viele Neumitglieder ohne vorherige Beiträge sich für Guttenberg einsetzen. Das ist wohl kein Astroturfing, sondern die haben sich vorher eben nie für Politik interessiert, und jetzt interessieren sie sich zumindest für einen Politiker, allerdings auch nicht wegen dessen Politik, sondern wegen seiner Starqualitäten.

Dadurch unterscheiden sich diese Guttenberger auch von CSUlern. Die CSUler unterstützen Guttenberg, um ihre Politik nicht zu beschädigen. Die Guttenberger unterstützen Guttenbergs (unbekannte) Politik, um Guttenberg nicht zu beschädigen.

Statt Häme über die Guttenberger auszuschütten, sollten sich Bildungsbürger und etablierte Parteien überlegen, wie sie die Alltagspolitik verständlicher, aber auch mal spannender und begeisternder verkaufen könnten, damit nicht nur Buchstabenfresser sich dafür interessieren, sondern auch Menschen mit weniger Abstraktionsvermögen. Warum kann eine Regierungserklärung nicht so mitreißend sein wie eine Apple-Keynote? Man kann doch politische Themen auch mal mit Schwung und Begeisterung verkaufen. Die Boulevardmedien wiederum sollten sich fragen lassen, ob Personalisierung und ständiges emotionales Dauerfeuer der einzige Weg sein muss, die Zielgruppe anzusprechen, oder ob man nicht mal ein paar Gänge zurückschalten kann; wer ständig Überwürztes isst, verliert das Gespür für die feineren Geschmacksnuancen.

Nehmen wir also die Trauer der Guttenberger ernst, sie haben wirklich etwas verloren. Und das Verlorene sollte man ihnen auch zurückgeben, aber nicht in der Person Guttenbergs, sondern indem man ein wenig vom Auftreten und vom Verkäufertalent Guttenbergs in die für viele allzu graue Politikwelt übernimmt. Man kann von Guttenberg durchaus lernen, wie man Begeisterung erzeugt, wie man Tatkraft ausstrahlt, wie man Menschen für sich gewinnt. Das sind Dinge, die auch ehrliche Politiker durchaus plagiieren dürfen, und dabei muss die politische Substanz keineswegs auf der Strecke bleiben.

Quelle: http://www.netzpolitik.org/2011/spas-mit-rucktritt-wir-wollen-guttenberg-zuruck/#comment-416171

Und wer dazu noch ein Beispiel aus der Praxis will:

Mal schauen, in welche Richtung sich diese „Diskussion“ weiter entwickelt. Ich für meine Begriffe gehe nun wieder zurück meine Bierdosen waschen für meinen Versuch – ja, Bierdosen! Erkläre ich euch ein anderes Mal. Ich sag nur eines: Facharbeit.

META: Projekt: Leistungskondensator

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Man hat ja sonst nichts besseres zu tun:
Das neue Halbjahr hat angefangen und in meiner Jahrgangsstufe soll eine Klausur der nächsten Klausurphase durch eine so genannte „Facharbeit“ ersetzt werden. Wir Schüler haben also ein paar Wochen Zeit über ein Thema unserer Wahl in einem bestimmten Fach eine wissenschaftliche Arbeit abzuliefern. Das da die Freude bei den Schülern mehr als aus bleibt hatte eigentlich niemanden überrascht. Da die Arbeit dann aber dennoch drängt, bleibt leider kaum noch Zeit für andere Dinge.
Und da der Abgabetermin immer näher rückt haben nun einige Schüler aus meiner Stufe das Projekt: Leistungskondensator gestartet. Dabei handelt es sich um eine Open-Work-Umgebung, in der jeder der möchte, Teile seiner Facharbeit rein stellen darf, um somit anderen Leuten die Möglichkeit zu geben, die Texte gegen zu lesen – natürlich passwortgeschützt. Für jeden eingestellten Text bekommt man eine URL und ein individuelles Passwort, welches man an seine Leute schicken (oder direkt an alle per Facebook verbreiten) kann. Da der Text passwortgeschützt ist, wird verhindert, dass der Text bei Google und Konsorten, in fremde Hände oder gar vorzeitig in die Hände der Lehrer gelangt.

An sich eine Runde Sache, da ich meine Texte direkt von anderen Schülern korrigiert bekommen kann und ich somit vor dem Lehrer viel weniger Fehler befürchten muss.
Weitere Informationen zu dem Projekt gibt es unter https://wasbleibt.wordpress.com/projekt-leistungskondensator/
Passwort: Leistungskondensator

Gefahren einer Facharbeit

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Schon immer wurde man verstört angeschaut, wenn zugegeben wurde, dass ich mich für den Chemie-Leistungskurs entschieden hatte. Klar, Formeln und gelegentliche Explosionen sind nicht jedermanns Sache. Aber soweit zu gehen und zu behaupten, Chemie sei „böse“ – ein Wort, welches ich ehrlich gesagt eigentlich nur im Zusammenhang mit Adolf Hitler oder Religion (der alte Fuchs lässt grüßen) gehört hatte – geht nun doch schon etwas weit. Den Lego-Baukasten haben eigentlich alle als Kinder verstanden – und Chemie ist da nicht viel anders. Und dennoch haben alle eine Heidenangst vor dem Fach und niemand weiß warum. Dementsprechend ist dann auch die Reaktion, wenn unsereiner dann auf die Frage der Facharbeit damit antwortet, dass er sie im Fach Chemie ablegen wird. Ja, ich schreibe meine Facharbeit in Chemie. Und um die Leute noch einen Grad stärker zu verunsichern sage ich ihnen dann auch auf Wunsch sofort mein Thema:

> Die Pyrolyse und die Optimierung der Pyrolyse der mit Saccharomyces cerevisiae versetzten cerealischen Viktualien <

Oder auf Deutsch: Ich verbrenne Brot. Brot soll nämlich beim Verbrennen eine ähnlich hohe Energie freisetzen wie Holz. Eine erste Theorie geht sogar so weit, dass wenn alle Bäcker in Deutschland ihr Altbrot verfeuern würden, um aus der Energie neues Brot zu backen, könnte man sich ein ganzes AKW sparen. Und dann sind die Reaktionen der Leute doch schon etwas „positiver“. Immerhin gehöre ich ja noch zu den Leuten, die das Fach und damit auch das Thema frei wählen konnten und auch eigentlich wissen sollten, was sie da tun. Gerade Leute mit weniger Glück in der Themenauswahl beneiden einen ja darum. Aber ganz so einfach ist es natürlich nicht. Klar, der eine schreibt seine Facharbeit über den Weihnachtsmann, eine andere beschäftigt sich mit dem Märchen Rapunzel und ein Dritter behandelt die Flugbahnen von Wasserraketen. Solche Leute wissen eigentlich auch, was sie tun – in meinem Fall ist es schon etwas schwieriger.

Habt ihr schon Mal von einem Typen gehört, der Brot verbrennt, um Energie daraus zu gewinnen? Ich bis letzten Herbst auch nicht. Die Technik ist auch gerade mal seit Sommer 2010 in einer einzigen Bäckerei in Betrieb. Und dementsprechend gering ist auch der Wissensstand in dem Bereich. Auf der einen Seite ist dies natürlich umso reizvoller, weswegen ich ja auch das Thema gewählt habe. Auf der anderen Seite gibt es niemanden, die Schule natürlich am wenigsten, der einen Bombenkalorimeter hätte. Für alle die mit dem Begriff nichts anzufangen wissen: Mit dieser Bombe kann man den Brennwert von diversen Stoffen, z.B. Lebensmittel wie Brot, ermitteln. Einen geeigneten Ersatz konnte ich noch nicht finden – noch nicht.
Und ich lasse mich dadurch nicht verrückt machen. Sich von Chemie verstören lassen – ich doch nicht.

Nachtrag: Im WDR-Fernsehen gibt es am Dienstag 15. Februar 2011 ab 21:00 Uhr in der Sendung „Quarks & Co.“ einen Beitrag über den „Klimabäcker“ Roland Schüren, der mit unter anderem die Idee mit der Brotverbrennung hatte, allerdings mit etwas mehr Schwergewicht auf den Klimafolgen durch den Brotmüll.

Blog: USA erklärt

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Nachdem ich schon vor einem Monat an dieser Stelle einen Blog beworben habe, will ich nun wieder die Chance in einem neuem Eintrag nutzen, einen Blog hoffentlich ein wenig bekannter zu machen. Grund hierfür ist der letzte Freitag Abend, von dem ich mich nur schwer erholen konnte der ein voller Erfolg war; auch wenn die Party als Abschied einer Austauschschülerin, die nun nach ihrem einjährigem Austausch Ende der Woche zurück in ihre Heimat Queensland fliegt, ausgelegt war. Und wie es so für Abschiedspartys von Austauschschülern typisch ist, waren auch diesmal die unterschiedlichsten Leute und Typen aus der Umgebung vertreten – und natürlich andere Austauschschüler. Es ist immer wieder interessant zu erfahren, woher die einzelnen Personen kommen und warum sie sich für ihren Austausch gerade Deutschland ausgesucht haben.

Generell habe ich aber auch die Erfahrung gemacht, dass sich Austauschschüler besonders darüber freuen, wenn man auch mit etwas Wissen über ihre Heimat aufwarten kann. So war auch zum Beispiel an dem besagtem Abend eine amerikanische Austauschschülerin aus der Stadt Kansas City(Kansas) anwesend. Gut, die meisten von euch werden bestimmt einiges über die USA wissen, und seien es vorzugsweise Vorurteile. Obama und Konsorten sind ja häufiger in den Nachrichten. Aber wenn es um den Bundesstaat Kansas oder gar um die Stadt geht, wird es bei den Meisten wohl nicht über ein „hab schon mal davon gehört“ kommen. Und da ich mein Wissen sowieso schlecht für mich behalten kann, ich weiß, schlechte Angewohnheit, musste ich an dem Abend einfach den Funfact zu Kansas City raus hauen: Das Besondere an Kansas City ist nämlich, dass es einem Fluss liegt und es auf der anderen Uferseite eine Nachbarstadt hat, an sich ja nichts außergewöhnliches. Das Besondere daran ist aber der Name der Nachbarstadt. Wer hat es erraten?! Richtig – Die Nachbarstadt von Kansas City heißt: Kansas City! (Wer das jetzt gewusst hat kann hier aufhören zu lesen, der weiß sowieso schon zu viel…)

Jetzt werde ich ja nicht sooft gefragt, woher ich denn mein Allgemeinwissen beziehe, aber falls doch, so lautet die Antwort doch fast immer: Ich hab es irgendwo gelesen. So auch im Fall der beiden Nachbarstädte Kansas City(Kansas) und Kansas City(Missouri). Der in Deutschland lebende US-Amerikaner Scott W. Stevenson versucht nämlich in seinem Blog USA Erklärt den Deutschen die Vereinigten Staaten etwas näher zu bringen. Er zeigt aus dem Alltag heraus, warum wie was und warum in den USA funktioniert und abläuft, räumt mit Klischees auf, die unser Amerika-Bild bestimmen und erklärt viele Begriffe und Redewendungen. Manchmal erzählt er auch, was er hier als Amerikaner in Deutschland seltsam findet.

Wer also schon immer über die USA wissen wollte, wieso zum Beispiel das Land so geworden ist, wie es ist, „wie ein Gesetz entsteht oder ein Urteil zu Stande kommt, wo die Macht des Präsidenten oder das Recht auf Meinungsfreiheit endet, aber auch was für Partyspiele am Halloween gefragt sind oder wie man die besten Chocolate Chip Cookies backt, was eine Nationalgarde ist, wie man Sheriff wird, was Root Beer ist“, Bekannte dort oder von dort hat oder sich einfach wie ich sich für das Land interessiert, dem ist dieses Blog nur wärmstens zu empfehlen.

Und um auf Kansas City zurück zu kommen. Da in dem ‚USA Erklärt‘-Blog immer aus einer aktuellen Alltagssituation berichtet wird, also vom Speziellen zum Allgemeinen die Sachlage erklärt wird, darf es auch nicht verwundern, dass damals der Grund für den Kansas City-Eintrag eine Schießerei in der Stadt war. Aber so ist es wohl halt, wenn man in Kansas nicht mehr zu bieten hat als Weizenfelder und The Wizard of Oz.

Hier nochmal der Link zum Blog: USA Erklärt

Frohes Neues!

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Frohes Neues! Das neue Jahr ist endlich angebrochen, wir sind nun im Jahre 2011 angekommen. Das Alte ist vergangen, 2010 vorbei. Nun beginnt das Neue, alles wird klasse…

So oder so ähnlich wird es nun heute auf den verschiedenen Seiten des Web blinkend und leuchtend euch entgegen geschlagen. Nicht so hier!

Klar, vieles ist im letzten Jahr passiert, was man mittlerweile als vergangen bezeichnen könnte. Doch wie ein altes chinesisches Sprichwort schon wusste:

Nur wer die Vergangenheit erkennt, vermag auch die Zukunft zu erkennen.

Viele Debatten, die im vergangenen Jahr geführt worden sind, werden auch 2011 ihren Platz finden. Immerhin hat heute die ungarische Ratspräsidentschaft begonnen. Und nein, natürlich hat die EU noch nichts gegen das neue Zensurgesetz, welches ja auch heute in Kraft getreten ist, unternommen. Bevorzugt konservative/rechte Politiker sind dem Gesetz ja nicht ganz abgeneigt. Warum auch, wenn sie sich mittlerweile auf einen angeblichen „europäische Standard“ berufen?! Die „Stille Mehrheit“ lässt grüßen. Aber was soll dieser „Standard“ sein? Italiens Berlusconi mit seinem Medienmonopol? Oder Sarkozy, der in Frankreich mittels eines mächtigen Pariser Bauunternehmers, dem fast alle großen Printmedien gehören, ein riesiges Medienkartell mit Unterstützung der Politik sich mittlerweile installiert hat.

Das kann in Deutschland doch niemals passieren!, wird jetzt der ein oder andere Leser bestimmt nun aus sich raus posaunen. Natürlich wird es das bei uns nicht geben. Merkels Kampfpresse hat sich ja schon aus den Milliarden schweren Familien-Mediendynastien wie Springer, Bertelsmann, Bauer, Burda, Neven DuMont, die so gut wie alle deutschen Printmedien und Privatsender kontrollieren, herausgebildet. Und auch wenn man mit verschiedenen Mitteln nun auch hier versucht hat die diversen und unzähligen Onlinemedien mundtot zu machen (letztens ja erst vergeblich durch den neuen JMStV). Kein Wunder, dass einige bei den Onlinemedien schon von der 5. Gewalt sprechen. Und so wird die Debatte nächstes Jahr auf jeden Fall wieder aufgeköchelt.

Immerhin stehen dieses Jahr ganze 7 Landtagswahlen an. Dafür darf man auch ab sofort Wetten abgeben, in wie vielen Ländern die FDP es nicht schafft in die jeweiligen Parlamente zu kommen. Euren Tipp könnt ihr unten in die Kommentare schreiben. Ob unter all den Teilnehmern noch eine Belohnung ausgelost wird, wird die Zeit zeigen müssen.

Eigentlich hatte ich mir auch vorgenommen, mir irgendwelche Vorsätze für dieses Jahr zu machen. Aber wie sollen die Aussehen?!:

– Die Leute weiter dazu ermuntern, wieder einmal selber zu denken.
– Auch weiterhin alles zu hinterfragen, was die Nachrichten einem unterjubeln wollen. (Letztens musste ich Lachen, als im heute-Journal tatsächlich die Meldung kam, dass Nordkorea zum ‚Heiligen Krieg‘ ausrufe…)
– Wieder mehr mit den Mitmenschen zu diskutieren.
– Weiterhin versuchen nicht jedes entgegen geschleudertes Halbwissen mit Distanz zu begegnen, sondern mit demjenigen darüber zu reden.
– Die Welt retten, bzw. etwas angenehmer machen. (Es gibt tolle Projekte wie Energiegenossenschaften, Nachbarschaftsgärten, fairen Konsum, lokale Währungen, Spenden an Stiftungen etc. Irgendwas wird sich schon finden.)
– Zu mehr Widerstand aufrufen.

Wer sich auch noch keine Vorsätze aus den Rippen leiern konnte oder der oben noch was passendes gefunden hat, darf dies natürlich gerne übernehmen.
Aber einen weiteren Vorsatz bleibt auch mir nicht erspart, euch nämlich noch eines zu wünschen: Ein Frohes neues Jahr!

Stellungnahme: Nicht alles was glänzt, ist aus Gold…

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Früher als gedacht aus der selbst gesetzten Blogpause zurück. Warum auch, wenn man selbst zu Weihnachten nicht von den Belangen der Umwelt befreit ist? Ist ja schließlich Weihnachten…

Der Verrat an der Religion zieht den Verrat an der Kultur nach sich. Die abendländische Kultur wird genau so lange leben wie die abendländische Religion.

– Gertrud von Le Fort

Grund für die abrupte Pausenunterbrechung ist eine angebliche „Enthüllung“ des alten Fuchs auf seinem Blog. Er will nämlich „aus geheimen Quellen“(sic!) irgendwelche, seiner Meinung nach, angeblich geheime Informationen zugespielt bekommen haben und hat diese dann in seinem neusten Eintrag zum Besten gegeben. Da mit „dem Goldenen Kalb„(sic!) nur ich gemeint sein kann (Anm.: es handelt sich um einen Insider-Witz aus dem Unterricht, den er aber auch in dem Beitrag anschneidet), beschuldigt er mich des „Verrats“(sic!) und will mir sogar einen „Skandal“(sic!) anheften. So weit so gut, paranoide Bemerkungen sind wir von ihm ja schon öfters gewohnt. Aber woran er seine Behauptungen jetzt festmachen will, oder wer seine angebliche Quelle sein soll, darüber verliert er leider kein einziges Wort. Klar, er nennt Wikileaks, aber die haben (noch) keine Informationen über mich veröffentlicht. Und schon gar keine geheimen, auch wenn der alte Fuchs das so gerne hätte.
Der erwähnte Beitrag ist hier nochmal zum nachlesen.

Da er aber um eine Stellungnahme bittet, und es ja schließlich Weihnachten ist, will ich mal nicht so sein und ihm den Gefallen tun:

– Ja, ich bin Messdiener seit meiner Kommunion im Jahre 2000. Ich wurde damals von einem Kollegen dazu überredet, mit dem ich mittlerweile sogar eine Gruppe leite. Dies habe ich auch nie bestritten.

– Falsch ist, dass dies alltäglich passiert. Immerhin ist meine Gruppe schon seit den Herbstferien in der wohl verdienten „Winterpause“. Und was das Dienen angeht: Zwar fällt gerade in der Weihnachtszeit etwas mehr Arbeit an, aber im restlichen Jahr bin ich vielleicht etwa höchstens einmal im Monat „im Einsatz“ – wenn überhaupt.

– Nein, in den Weihrauchfässern der katholischen Kirche ist auch wirklich Weihrauch drin! Dieses wird auf vorher, am besten auf offener Flamme, erhitzten Kohle gelegt und durch die Schwenkbewegungen des Thuriferar mit genügend Luft angereichert, wodurch der typische Rauch entsteht. Dies wird meines Wissens eigentlich auch in den meisten christlichen Kirchen der Welt praktiziert. Viele sagen dem Weihrauch auch heilende Kräfte zu. Aber ob es zu einer „Droge“(sic!), wie der alte Fuchs es schreibt, reicht, wage ich doch zu bezweifeln.

– Ich versteh aber auch gar nicht, was für ein „Skandal“ hier aufgefahren werden soll. Ich weiß, wie es zur Zeit um die Kirche steht. Aber anstatt wie eine feige Ratte das Schiff zu verlassen, bleibe ich weiter an Bord. Was das bringen soll, dass darf jeder für sich denken.
Komischer Weise gab es in „Neues aus der Anstalt“ im Oktober eine ähnliche Diskussion, auch wenn eher zum Thema CDU:


Die ersten 5 Minuten beschreiben in etwa den gleichen Disput. Man ersetze einfach die politischen Begriffe durch kirchliche – mit dem selben Ergebnis.

– Hatte ich schon erwähnt, dass sich „Messdienergruppenleiter“ und „Messdienergruppenstundenvorbereitungsdauermanaging“ viel besser auf einem Lebenslauf machen, als „Dauernörgler“ wie beim alten Fuchs?!

Natürlich wird sich der ein oder andere unkundige Leser nun fragen, ob das überhaupt vereinbar wäre, ein Sozialist und die Kirche. Zuerst sollte ich vielleicht festhalten, dass ich zwar für eine komplette Trennung von Kirche und Staat bin, dennoch sollte die Religionsfreiheit als ein unveräußerliches und uneingeschränktes Grundrecht im Staat vorliegen – Die Religion ist also Privatsache. Wenn aber jemand meint, auf die Bibel, den Koran oder auf ein anderes Gesetzestext seinen (Staats-)Eid ablegen zu müssen, der darf das meiner Meinung nach auch gerne machen.
Auf der anderen Seite war die Christliche Urgemeinschaft durchaus Sozialistisch ausgeprägt. Auf die schnelle fällt mir da nur der Ausschnitt aus der Apostelgeschichte 4,32-37 ein. Besonders Bibelkundige dürfen in den Kommentaren weitere Beispiele aufführen.
Was die „Kirche“ dann später daraus gemacht hat, das steht auf einem anderen Blatt und man darf es bewerten, wie man will. Nicht umsonst sagten schon damals Zeitgenossen, dass die Christen Konstantin mehr fürchten als Nero.

Jetzt bleibt natürlich noch offen, wie der Einzelne zur Religion und zur Religiösität steht. Ich für meinen Teil zitiere in der Hinsicht auch gerne Mal den alten Marx, der dazu unter anderem geschrieben hat:

Der Mensch macht die Religion […] Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes.

Es bleibt also jedem für sich überlassen, wie der Einzelne damit umgeht. Aber wenn der alte Fuchs lieber bei seiner Ersatzreligion des „Rumnörgeln“-s und des „Dagegensein“-s bleiben will – Ich werde der Letzte sein, der ihn daran hindert. Oder es nochmal mit von Le Fort zu sagen:

Die abendländische Kultur wird genau so lange leben wie die abendländische Religion.

Und dabei ist es sogar egal, ob man das Weihrauchfass schwingt oder sich darüber aufregt. Vielleicht war der alte Fuchs es ja selber, der da am Ende auf der Holzbank in der Kirche gesessen und mich dabei gesehen hat. Man weiß es nicht…

In dem Sinne: Einen guten Rutsch!

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