Veni, Vidi, Verba Verti

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Consummatum, Latein scheint nämlich von den Toten auferstanden zu sein!
Kleiner Scherz. Natürlich ist und bleibt Latein tot, wenn auch engstirnige Lateinlehrer hin und wieder noch was anderes von sich geben. Aber dieser (ich betone es lieber noch einmal) toten(!) Sprache, mit der ganze Schülergenerationen seit der Varusschlacht als Rache malträtiert werden, scheint eine kleine Revolution gelungen zu sein. Denn ab sofort bietet der Internetriese Google bei seinem ‚Übersetzer‘-Tool die tote Sprache an. Latein ist somit die erste Sprache, die Google anbietet, die von keinem (normalen Menschen) mehr nativ, also als Muttersprache, gesprochen wird.

Google nutzt zum trainieren des Systems Bücher, die von Menschen in andere Sprachen übersetzt werden. Eines davon ist zum Beispiel Cäsars ‚De bello Gallico‘. Darüber werden sich sicherlich die Lateinschüler unter uns freuen. Ich als „Abwähler“ (hatte guten Grund dazu) komme nun aber auch endlich in den Genuss, von nun an nicht mehr unbedingt „erfahrene Latinisten“ nach der Übersetzung fragen zu müssen, wenn ein Blogger mal wieder auf die grandiose Idee kommt, einen lateinischen Satz oder eine solche Redewendung in seinem Beitrag zu platzieren.

Zwar ist das Angebot noch in der ‚Alpha‘-Phase, dass heißt Fehler sind nie ganz auszuschließen oder sind gerade noch zu erwarten, aber erste Tests zeigen, dass die Übersetzungen den ‚Standards‘ anderer Übersetzungen durch Google doch schon recht nahe kommen.
Es muss aber auch nicht perfekt werden. Denn wenn Lateinschüler etwas in den ganzen Jahren lernen, dann ist es die Kreativität dahin auszubauen, non-sense Sätze, seien sie jetzt in Eigenarbeit oder durch Hilfsübersetzungen entstanden, in halbwegs lesbare deutsche Sätze umzuwandeln.

Das ihr in Zukunft ja nicht den selben Fehler macht wie Brian:

„Romani ite domum“…

In diesem Sinne: Delirant isti Romani!

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Es hätte eine Liebesgeschichte werden können (Update)

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Während ich gerade an einem größeren Blogeintrag für die nächsten Tage arbeite, hier ein kleines Video für zwischendurch:

via Spreeblick.

Update:
Ich habe mich ja schon Mal etwas abwertend über Facebook und deren Machenschaften mit den Daten der Internetuser, ob sie nun bei Facebook sind oder nicht, geäußert. Was dabei wohl etwas untergegangen ist, auch wenn es angeschnitten wurde, ist die Faszination. Die Faszination hinter Facebook. Nicht nur die Geschichte, wie der kleine Außenseiter Mark plötzlich und eher zufällig zu einem Milliardär werden konnte, die man zur Zeit auch im Kino bewundern kann. Es ist die Faszination, die uns Menschen, mittlerweile sind es 500 Millionen allein bei Facebook, an diese Netzwerke bindet.

Viele Videos, die man über diese Faszination finden kann, drehen sich aber doch zentral um das Thema Liebe und Beziehungen. Natürliches ist es, wie zum Beispiel in dem Video oben gezeigt, ein sehr wichtiger Aspekt. Wenn nicht sogar einer der Hauptgründe für diese Faszination. Dennoch scheint es so, als ob dieses Thema über-repräsentiert behandelt wird. Was nicht heißt, dass nicht einige der Videos richtig gut geworden sind. So zum Beispiel das untere Video, ein Song, welches zeigt, dass es auch mit den sozialen Netzwerken mit der Liebe klappen kann.


Original
Ein richtig gut gelungener Song, mit vielen Anspielungen auf das soziale Leben im Web 2.0.
Wir können also noch gespannt sein, was uns das Netz noch so alles bieten wird. Eventuell auch für das ‚Real Life‘.

Eine Idee zur Verbesserung der deutschen Fernsehkultur

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Eigentlich wollte ich schon seit längerem einen Beitrag über die „öde, deutsche Fernsehlandschaft“ machen. Doch immer, wenn ich mich an dieses Projekt wagen wollte, wurde mir immer wieder schnell bewusst, dass ich einfach nicht zu dieser Kultur Fernseh‘ schauender Konsumenten gehöre, die es für dieses TV Programm braucht, um bei der miesen Leistung auch noch relativ gute Quoten zu erzielen. Dies mag jetzt vielleicht eine voreingenommene Meinung sein, aber manchmal fühle ich mich für die deutsche Produktionen im TV einfach zu intelligent; ohne jetzt überheblich wirken zu wollen.

Manchmal ist deutsches Fernsehn einfach nur…

Fleisch als Brot. Die Spinnen, die Amis

…übertrieben oder auch nur ekelhaft. Und es gibt leider nur sehr wenige Ausnahmen. Ich kann es mir auch nicht ganz erklären.

Und so fiel mir gerade eben ein Artikel des Bloggers Farlion auf, der die deutsche Serien- und Filmlandschaft wohl genauso schlimm findet, wie unser einer. Aber anstatt nur rum zu nörgeln, hat er einen Lösungsansatz. Denn er schreibt in seinem Blog:

In Deutschland produzierte TV-Serien könnten wesentlich besser sein, wenn man die unprofessionellen Schauspieler durch Profi-Synchronsprecher nachvertont, die auch die US-Serien neu vertonen.

Dem kann ich mich nur anschließen. Wenn sich die deutschen Fernsehmacher diesen Ratschlag mal ans Herz legen würden, vielleicht fange ich dann auch wieder an, mir eine ganze Folge einer deutschen Serie oder gar einen ganzen Film deutscher Produktion anzuschauen.

Die neue Form des Widerstandes

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Zum Bundesfinanzministerium hat die Künstlerin Christin Lahr eine besonders enge Beziehung, denn sie schenkt dem Staat Kunst. Und nicht irgendwelche Kunst. Seit Mai letzten Jahres überweist die Künstlerin täglich genau einen Cent an das Ministerium und schickt ein paar Worte aus dem „Kapital“, von Karl Marx, mit. Die ganze Aktion nennt sie „Macht Geschenke!“ und richtet sich ganz nach dem Leitspruch „Geben ist seliger denn nehmen“.
Damit schleust sie nicht nur ihre Kritik am Finanzsystem direkt in die Staatsverwaltung ein, sie nutzt dafür das System selbst. Denn wie Karl Marx schon wusste,

Der Trieb der Schatzbildung ist von Natur maßlos. Qualitativ oder seiner Form nach ist das Geld schrankenlos.

sind Konten für eingehendes Geld immer offen. Und weil die Konten offen sind, so Lahr, lasse sich die Verwaltung durch kostenlose Online-Überweisungen ohne Aktenzeichen lahmlegen. Denn, was wie eine milde Wohltat und Spende aussieht, kostet. Denn die Spenden müssen verbucht werden in einer Buchhaltung mit genügend Buchhaltern, die teures Steuergeld kosten. Das ist eine Sicherheitslücke, vor allem bei einem Staatskonto. Denn für die Überweisungen aller Bundesministerien gibt es nur ein Konto. Und wenn dort nicht nur täglich einmal ein Cent überwiesen wird, dann wäre binnen kürzester Zeit die Verwaltung des Staates nicht mehr arbeitsfähig!

Wir müssen nicht gleich mit terroristischen Akten drohen. Aber wenn wir in Zukunft mit Online-Überweisungen statt nur mit Transparenten demonstrieren, dann hat die Verwaltung ein Problem.

Da bei der Überweisung nur 108 Zeichen zur Verfügung stehen, die dadurch transportiert werden können, dann wird das etwa 43 Jahre und drei Monate dauern, bis das gesamte „Kapital“ im Finanzministerium angekommen ist. Etwa 157 Euro wird sie das bis 2052 gekostet haben.

Also: Wenn ihr mal wieder demonstrieren wollt, erinnert den Staat mit einem Cent, wer hier wem eigentlich was zu sagen hätte! Denn wie Karl Marx schon schrieb

Bürokratie gilt sich selbst als der letzte Endzweck des Staats

Auch 3sat hat sich mit diesem Thema beschäftigt. Den Videobeitrag dazu gibt es auch in der ZDF-Mediathek.

Wipeout analog

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Männer sind und bleiben kleine Kinder. Immer suchen wir nach den großen und kleinen Beschäftigungen, die uns die Langeweile nehmen. So auch Malte Jehmlich. Er hatte nämlich die Idee, ein funkferngesteuerten Auto, das mit einer Kamera ausgestattet wurde, dessen Bild auf einen Monitor übertragen wird, auf eine selbst gebaute Rennstrecke aus Pappe zu setzen und das dann über einen ‚Cockpit‘ zu steuern. Aber seht selbst:

http://vimeo.com/9056286

Einfach nur cool.

(via)

Anmerkung des Autors:
Natürlich kann ich keine Videos von Vimeo einbinden, warum auch.

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